Fast jeder kennt den Begriff „Work-Life-Balance“. Dieser sagt aus, dass der Zustand einer Ausgeglichenheit zwischen Arbeit und Leben erstrebenswert sei. Da stellen sich allerdings folgende Fragen:

1. Ist er das wirklich?
2. Funktioniert das überhaupt?

Nicht jeder tickt gleich. Daher kann Work-Life-Balance nicht allgemein erstrebenswert sein. Es handelt sich also um eine Pauschalisierung. Und es funktioniert auch nicht wirklich – zumindest nicht auf täglicher Basis. Wenn Sie sich eine Waage mit zwei Schalen vorstellen – Arbeit und Leben – dann sind diese (fast) nie ausgeglichen/-balanciert. Es ist immer ein auf und ab. Mal ist die Schale mit Arbeit voller, Mal die mit Leben. Wirklich ausbalanciert sind die Schalen doch nie, oder? Funktioniert also in der Praxis nicht wirklich.

Work-Life-Balance ist Blödsinn

Apropos Arbeit und Leben: Die Unterscheidung ist an sich ja schon Blödsinn, impliziert sie doch, dass Arbeit nicht Leben ist und umgekehrt. Das ist vielleicht schon das Grundproblem bei der ganzen Sache. Wir differenzieren Arbeit und Leben. Arbeit gehört somit per Definition also nicht zum Leben! Mmmhhh, darüber sollten wir mal nachdenken… Ok, das ruft jetzt durchaus berechtigte Kritik hervor. Ja, „Life“ steht hier für das Privatleben. Ok. Und nochmals ja – Work-Life-Balance steht im Wesentlichen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aber auch das passt wieder nicht. Wer einen Beruf hat, hat nicht automatisch eine Familie…

Also: Der Begriff „Work-Life-Balance“ an sich ist Mist, oder? Aber was dann? Wie wäre es mit Work-Leisure-Integration? (Leisure = Freizeit). Die Fachwelt nennt das auch „Work-Life-Blending“: Entgrenzung der Arbeit. Also eine Art Verschmelzung von Privat- und Arbeitsleben. Privates und Berufliches gehen heute oftmals ineinander über. Da werden „nach Feierabend“ noch mal schnell eMails gecheckt oder ein Telefonat mit dem Vorgesetzten oder einer Kundin geführt oder man plant daheim abends – wenn die Kinder im Bett sind – oder am Wochenende die kommende Geschäftsreise. Und während der Arbeitszeit im Büro kümmert man sich um die Reservierung des Restauranttisches für den Hochzeitstag, den Wochenendtrip an die See oder den Jahresurlaub. Zudem muss noch ein Termin für den Reifenwechsel oder die Kfz-Inspektion gemacht werden. Und Tickets für das ausverkaufte Konzert der Lieblingsband von Schatzi wollen auch noch organisiert werden… usw.

Höherer Fokus durch Integration von Arbeit und Freizeit

Was bedeutet nun Work-Life-Blending oder Work-Leisure-Integration für unser Privatleben und unseren beruflichen Alltag? Auf der einen Seite ist es gut, weil man so flexibler ist und aus starrem Systemdenken ausbrechen kann. Auf der anderen Seite verleitet es dazu, sowohl das Privatleben, die Freizeit, nicht richtig zu „machen“ und die Arbeit auch nicht. Wer sich im Privaten – zu viel – um Berufliches kümmert, setzt seine Gesundheit und seine Partnerschaft, Familie, Beziehungen aufs Spiel. Wer sich im Beruf zu viel nebenbei um Privates kümmert, setzt seinen Job aufs Spiel. Zumindest die Produktivität. Es ist doch klar: wenn ich im Job permanent von privaten Dingen abgelenkt werde, verliere ich den Fokus und bin weniger Produktiv. Mache vielleicht sogar mehr Fehler. Und Fokus ist ein, nein, der entscheidende Faktor für Erfolg.

Und wer privat nicht auch mal regeneriert, sich entspannt, seine Freizeit einfach genießt, der ist auch anfälliger für Erkältungen oder andere Erkrankungen, die ihn aus der Bahn werfen. Das hat nicht nur persönliche Nachteile, sondern auch der Arbeitgeber und das Team werden dadurch mit dem individuellen Fehlverhalten konfrontiert und müssen es ausbaden. Was ist es Ihnen wert? Oder anders gefragt: können Sie es sich leisten, sowohl privat als auch im Beruf, nicht jeweils 100% zu geben? Grundsätzlich nicht. Egal was Sie gerade tun, tun Sie es am besten mit 100% Aufmerksamkeit. Geht nicht. Geht doch! Vielleicht einfach Mal mit 90% anfangen und dann langsam und stetig steigern…

Wenn Sie während der Arbeitszeit private Dinge zu erledigen haben, die nun einmal nicht anders zu erledigen sind, dann engagieren Sie eine persönliche Assistenz auf Abruf, wie Agent CS. Wir kümmern uns um Ihre privaten Anliegen, damit Sie sich voll auf Ihren Job konzentrieren können. Und wenn Sie während der Arbeitszeit nicht dazu gekommen sind, sich Ihre nächste Geschäftsreise zu organisieren und zu planen und zu buchen? Dann sagen Sie sich: „Das sollte ich auch nicht tun, denn dafür gibt es ja Spezialisten, die das besser, schneller und günstiger können als ich. Und ich kann mich so auf meine gewinnbringenden Tätigkeiten fokussieren – dafür arbeite ich doch!“

Manchmal ist es so einfach. Anders: meistens ist es so einfach – wenn wir nur die Sicht auf die Dinge ändern. „Das kann ich mir nicht leisten!“ Können Sie nicht, oder wollen Sie nicht? Fragen Sie sich lieber, ob Sie es sich leisten können, es sich nicht zu leisten…

Wertschöpfung als logische Konsequenz von wertschätzenden Mitarbeiter-Benefits

Und dieser Impuls geht auch an alle Arbeitgeber, die sich mit dem Thema Mitarbeiter-Benefits bisher noch nicht eingehend befasst haben… Es wird Zeit! Denn: Wertschöpfung folgt Wertschätzung! Mitarbeiter, denen nicht nur gestattet wird, private Dinge während der Arbeit zu erledigen, sondern deren Arbeitgeber sich sogar aktiv daran beteiligt, dass Mitarbeiter diese privaten Dinge erledigen lassen, haben einen viel größeren Fokus auf ihre Aufgaben. Und: sie werden es dem Arbeitgeber danken. Das Ergebnis: Höhere Motivation, höhere Loyalität, niedrigere Fluktuation, höhere Produktivität, geringerer Krankenstand, geringere Kosten, höherer Gewinn… Und: Größere Lebensfreude – auf beiden Seiten – beim Arbeitnehmer und beim Arbeitgeber.

Warum größere Lebensfreude? Ist doch klar: Wenn mir als Arbeitnehmer Stress verursachende Dinge abgenommen werden bzw. eine Arbeitsatmosphäre geschaffen wird, in der Stress erst gar nicht großartig entstehen kann, dann ist doch die logische Konsequenz, dass es mir persönlich besser geht. Und wenn ich als Arbeitgeber Mitarbeiter habe, denen es (aufgrund meines Dazutuns) gut geht und denen ich einen Rahmen biete, in dem sie sich möglichst frei entfalten können, dann kommt das auch mir und meinem Unternehmen zugute. Und dann steigt auch bei mir die Lebensfreude…

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